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Erste Damensitzung der Kottenheimer Karnevalsgesellschaft vor 500 Besuchern im Bürgerhaus

Fünf Stunden Feuerwerk der guten Laune

Phänomenaler Empfang für Prinzessin Tina I. aus der Prinzengarde - Peter Eich schoss den Vogel ab

21.01.2019 - 10:37

Kottenheim. Als Mundschenk Kim Zäck und Finanzminister Philipp Franzen beim großen Finale das aus „Dirty Dancing“ berühmte „Time of My Life“ intonierten und Simon Krämer mit ihrer Lieblichkeit die bekannteste Hebefigur der Filmgeschichte vorführte, musste Prinzessin Tina I. aus der Prinzengarde schon kurz schlucken, obwohl sie sich (wie zutreffend) genau dieses Lied „in der besten Zeit meines Lebens“ gewünscht hatte. Diese Szene auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war der emotionale Höhepunkt einer nahezu perfekten ersten Galasitzung der Kottenheimer Karnevalsgesellschaft (KKG) mit 500 begeisterten Besuchern im von Helmut Lung wieder mal prächtig dekorierten Bürgerhaus. 260 Aktive und Helfer hatten für ein knapp fünfstündiges karnevalistisches Feuerwerk gesorgt.

„Ich habe zwar keine Tränen der Freude vergossen, aber gedacht: Oh Gott, jetzt sind es nur noch vier Sitzungen. Es war so, als würde ich mich selbst im Spiegel beobachten. Schon die Proklamation ging rasend schnell vorbei“, gab die passenderweise drei Mal elf Jahre alte Prinzessin einen Einblick in ihr Seelenleben. „Ich habe mit der Prinzengarde gefühlte 100 Mal auf der Bühne gestanden, aber das hier ist total krass und ein anderes Kaliber. Es ist kaum vorstellbar: Du fieberst lange darauf hin, aber anschließend können mit einem Schlag so viele Sachen auf einmal passieren.“


Das Programm ließ wieder mal keine Wünsche offen


Die Macher hatten einen gelungenen Mix aus Tanzvorführungen, Büttenreden und Gesangseinlagen zusammengestellt und wie immer nur auf Akteure aus den eigenen Reihen gesetzt. Nach dem Einmarsch des Elferrats und der Begrüßung durch den Sitzungspräsidenten Klaus Haag zeigten Tanzmariechen Marina Fuchs sowie die Kindergarde (unter der Leitung von Annett Kriegesmann) im Duett mit den Amazonen (unter der Regie von Cara Küpper), dass sich die KKG auch nach über 105 Jahren keine Sorge um den karnevalistischen Nachwuchs machen muss. Ein Urteil, das das seit 1975 bestehende Kinderballett unter der Leitung von Daniela Mika und das Jugendballett (diese Formation besteht seit 2013) unter der Regie von Marina und Sandra Fuchs unterstreichen konnten.


In der Bütt standen die üblichen Verdächtigen


Axel Steeg („Verzellche aus dem Leben“), Klaus Haag („Moderne Technik früher und heute“) und Heinrich Schmitz („Mitten aus dem Leben“), seit 35 Jahren im Saalkarneval aktiv, hatten die Lacher traditionell auf ihrer Seite. Den Vogel schoss jedoch Peter Eich mit seinem Vortrag „Der Alltag mal anders“ ab. Und das im wahrsten Sinn des Wortes. Erstmals stand der Ex-Prinz mit einem Solobeitrag auf der Bühne, nachdem er 2016 und 2017 gemeinsam mit Ralf Wischnowski aufgetreten war. Um es vorwegzunehmen: Eich, der gerade den sächsischen Dialekt hervorragend rüberbrachte, feierte ein überragendes Debüt. Kleine Seitenhiebe in Richtung Ettringen durften ebenfalls nicht fehlen.

Seit 2015 ist Axel Theisen in einer Gesangsformation mit Matthias Hoffmann anzutreffen. In diesem Jahr musste er sich allerdings einen neuen Partner suchen, da Matthias Hoffmann aus beruflichen Gründen ausfiel. Bastian Schüller sprang in die Bresche und ließ Theisen, ausgerechnet in Mayen geboren und daher ein Zugezogener, wissen, was er ihm voraushabe: Er sei ein waschechter Kottenheimer. Die „Penner“, seit 1990 fester Bestandteil der Sitzung, stellten einen Junggesellenabschied in Köln nach, diesmal unter der musikalischen Leitung von Stefan Grober. Ralf Wischnowski und Harald Kopp, beide Mitglieder des Elferrats, bereiteten im kürzeren zweiten Teil mit einem „Höhner-Medley“ so langsam aber sicher das Finale vor.


Monatelanges Training zahlt sich aus


Dass teilweise monatelange Trainingsstunden hinter ihnen liegen, zeigte sich bei den wagemutigen Tanzvorführungen der „Moondancers“ (Trainerinnen Esther Kehrig und Mona Spitzlei), des Amazonenballetts (Trainerin Kim Zäck) und des Männer-Balletts mit Trainerin Melanie Gautsche. Zwischendrin setzte die Prinzengarde die Ausrufezeichen: mit dem gemischten Gardetanz (Trainerin Cara Küpper), mit der Gardeband kurz vor der Pause, mit dem Gardetanzpaar Marina Fuchs und Max Schneider und selbstredend beim Einmarsch mit Prinzessin Tina I. aus der Prinzengarde.

Kein Wunder, dass der KKG-Vorsitzende nach der ersten von fünf Sitzungen ein äußerst positives Fazit zog. „Es war eine gelungene Premiere mit wenig Verbesserungspotenzial“, bilanzierte Marc Bell-Schäfgen. Kleiner Schönheitsfehler: Ausgerechnet er vergaß vor seinem Prolog das Mikrofon. Vielleicht war das seiner Nervosität geschuldet, schließlich musste er seiner Ehefrau Sarah zum Geburtstag gratulieren. Eines stieß Bell-Schäfgen aber dennoch sauer auf: Der ungeheure und störende Lärmpegel gerade unter der Empore: „Das war eine Frechheit den Aktiven gegenüber. Die jungen Leute waren nur zum Feiern da. Es ist halt der Wandel der Zeit.“

Die achtköpfige Band „Pink Champagne“, die dem Kottenheimer Saalkarneval eine ganz besondere Note verleiht und die durch Claudia Franzen und Markus Weiler gesanglich verstärkt wird, ließ sich davon nicht beeindrucken. Ebenso wenig Prinzessin Tina I. und ihr Hofstaat . In den nächsten vier Sitzungen am 26. Januar, 2. Februar, 9. Februar und 16. Februar (jeweils um 18:11 Uhr, es gibt noch Restkarten) darf sie den Höhepunkt ihrer karnevalistischen Laufbahn getreu ihrem Motto „Für Fasenacht jebore“ weiter genießen. Und merken, wie schnell doch die „Time of My Life“ vergeht.

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Der Digitalpakt kommt

juergen mueller:
Noch nie Gedanken darüber gemacht,wie der digitale Dauerstress unser Denken verändert u.das vor allem bei unserer Jugend,die ja ausser Handy,Laptop,Spielekonsole etc. fast nichts anderes mehr kennt.Lesen u.Lernen via Internet ist immer noch etwas anderes als sich einem Buch zu widmen.Digitale Texte enthalten andere Funktionalitäten als analoge,gedruckte Texte.Das Hirn - sofern man überhaupt eines hat - reagiert schnell auf Einflüsse von aussen - der mit einer PC-/Handy-/Smartphone-Nutzung verbundene Medienkonsum ist vor allem für unsere Jugend pures Gift (von dem wir ja auch so genug haben).Der eine oder andere wird festgestellt haben,auch ich,dass einem,verbringt man (fast) regelmäßig Stunden am Bildschirm,das Lesen längerer Strecken auf Papier (Buch) schwerfällt.Intensives Lesen wird zum Stress.Digitales Lesen ist nicht so intensiv wie ein buch zu lesen.Auch wird man oberflächlicher,ungeduldiger. Ob das Fortschritt ist? Auf jeden Fall aber zu früh und vor allem zu schnell.
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