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10 Jahre „Bürgergemeinschaft Mach mit im Kannenbäckerland e. V.“

Kinner, wie die Zeit vergeht – Jubiliäumsfeier und Vorstandswechsel

Hildegard Jöris übergibt das Ruder an Inge Schmidt

19.03.2019 - 15:14

Hillscheid. Die „Bürgergemeinschaft Mach mit e. V.“ kam am im März nicht nur zu ihrer alljährlichen Mitgliederversammlung zusammen, sondern feierte in angemessenem Rahmen auch ihr zehnjähriges Vereinsjubiläum. Und es konnte kein treffenderes Datum gewählt sein, denn exakt vor zehn Jahren, am 13. März 2009, legten 46 Mitglieder den Grundstein für die gemeinnützige Initiative.

Nachdem die Formalitäten im Rahmen der Jahreshauptversammlung erledigt waren, gewährte Hildegard Jöris, die seit Vereinsgründung den Vorsitz innehatte, einen Rückblick auf die Ereignisse und Aktivitäten.

„Ich hatte einen Traum. Gemeinsam mit Hillscheider Bürgerinnen und Bürgern das Wohnen im Alter für die Zukunft neu zu gestalten. Geselligkeit, Nachbarschaftshilfe und neue Wohnformen sollten geschaffen werden, damit wir auch im Alter in der gewohnten und bekannten Sozialgemeinschaft im Dorf leben können. Die Veränderungen der Bevölkerungsstrukturen, die nicht mehr auf der Großfamilie basieren, waren die ausschlaggebenden Gründe für diese Überlegung gleich zu Beginn der Dorferneuerung im Jahr 2004. 15 Jahre sind seitdem vergangen. Seit zehn Jahren gibt es die ‚Bürgergemeinschaft Mach mit‘“, schweifte Hildegard Jöris zu Beginn des Abends zurück.


Spaß am Ehrenamt als Motivator


Allein im Jahr 2018 verzeichnete der Verein 63 Einzelveranstaltungen mit 1.100 Teilnehmern, wie zum Beispiel Spielenachmittage in der Soziotherapie Zum Euler, die Mundartnachmittage „Su schwätze mir“ in Hilgert und die Treffen der Strickgruppe Nadelfieber, die die Nadeln für gute Zwecke klappern lassen. Wöchentlich besuchten Lesepatinnen den ortsansässigen Kindergarten und es werden Einkaufsfahrten zum Cap-Markt ermöglicht. Bereits 2009 fand das erste Adventscafé statt und als „Silver Surfer“ lernen Senioren unter Anleitung den sicheren Umgang mit dem Internet. Dies sind nur einige Aktivitäten der ehrenamtlich aufgestellten Bürgergemeinschaft. Dabei ist der Spaß im und am Ehrenamt der Motivator, dem das vorbildliche Engagement der Mitglieder zu verdanken ist.


Time to say goodbye


Die Fülle der Ereignisse aus zehn Jahren hat Jürgen Heim veranlasst, die Geschichte des Vereins in Bildern festzuhalten und zu einem zwanzigminütigen Video zusammenzufassen. Viele Erinnerungen kamen bei den Anwesenden beim Anschauen des Videos auf. Im Anschluss bedankte sich Hildegard Jöris für zehn tolle Jahre, die sie als Vorstandsvorsitzende erleben durfte, mit den Worten: „Einige der Lieder, die Jürgen in seinem Video verarbeitet hat, sagen das aus, was für mich wichtig war. Es sind Schlager. Am Anfang steht für mich ‚You‘ll Never Walk Alone‘, du gehst niemals allein. Das waren die ersten Jahre. Dann kamen ganz viele Aktivitäten zu denen ich sagen muss, mit Edit Piaf ‚Non, je ne regrette rien‘, mir tut nichts leid. Und zum guten Schluss, wie könnte es anders sein? ‚Time To Say Goodbye.‘ Und damit möchte ich diesen Rückblick nicht beenden. Wie gesagt: You’ll never walk alone. Das war mir ganz, ganz wichtig. Deswegen möchte ich mich jetzt an dieser Stelle bei allen, die Wegbegleiter und Wegbereiter waren, auf eine Art, ja, wie ich es möchte, bedanken. Ich habe mir eine Liste angelegt auf der viele Namen stehen. Diese Namen möchte ich nun vorlesen, einen kurzen Satz dazu sagen wie und wo sich unsere Mitglieder eingebracht haben und euch dann bitten, einfach nach vorne zu kommen. Wir haben etwas vorbereitet und das soll dann auch ein Dank nicht nur in Worten, sondern auch mit einem kleinen Geschenk an euch sein.“ Mit dieser wertschätzenden Geste bedankte sich Frau Jöris bei den Helferinnen und Helfern für zehn Jahre Zusammenhalt, sozialem Engagement und gemeinsam gelebter Nachbarschaftshilfe.

Im Anschluss wurde die Jahresschrift, die 2019 zu einer Jubiläumsschrift erweitert wurde, ausgegeben. Dabei wies Hildegard Jöris auf ein Zitat Alexander von Humboldts hin, welches die Rückseite der Jubiläumsschrift schmückt: „Ideen können nur nützen, wenn sie in vielen Köpfen lebendig sind.“ Sie wünschte der Bürgergemeinschaft, dass dies für die nächsten Jahre so bleibt.


Viele dankende Wortegingen an Hildegard Jöris


Inge Schmidt ließ es sich nicht nehmen, eine in Reimform vorgetragene Rede als Anerkennung für den im Verein geleisteten Einsatz und die vielen, vielen Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit an Hildegard Jöris zu richten. „Und es liegt doch auf der Hand, solche Frauen braucht das Land“, hieß es darin.

Auch Verbandsbürgermeister Thilo Becker, selbst seit der Geburtsstunde des Vereins dabei, hielt sich mit seiner Rede kurz. Mit seinen Worten dankte er ihr für ihr langjähriges Engagement mit den Worten: „Liebe Frau Jöris, wenn ich in meinem Grußwort für die Jubiläumsschrift geschrieben habe ‚sie waren der Motor von Mach mit‘, dann ist das so gewesen. Sie waren das Gesicht, welches Mach mit über Jahre geprägt hat. Ohne Sie würden wir heute hier nicht stehen. Ich sage einfach nur Dankeschön.“


Hillscheid ist seiner Zeit voraus


Ortsbürgermeister Andreas Rath ging in seiner Ansprache darauf ein, dass er vor Kurzem auf eine Studie aus Großbritannien gestoßen sei, die zum Ergebnis hatte, dass Einsamkeit auf lange Zeit schädlicher sei als 15 Zigaretten am Tag zu rauchen und die belege, dass die Lebenserwartung durch Einsamkeit erheblich sinke. „In Hillscheid sind wir schon vor zehn Jahren einen ganz anderen Weg gegangen. Mit dem Projekt ‚Bürgergemeinschaft Mach mit‘ waren wir der Zeit voraus und sind es heute immer noch. Und, Hildegard, dieses Projekt ist so eng mit dir verzahnt, ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, du bist das Projekt bis jetzt gewesen. Die Bürgergemeinschaft Mach mit hat durch dich gelebt und mit dir gelebt.“ Auf Antrag wurde Frau Jöris zum Ehrenvorstand gewählt.

Nachdem Hildegard Jöris nun feierlich ihr Amt niedergelegt hatte, galt es einen neuen Vorstand zu wählen. Exakt zehn Jahre nach der Geburtsstunde liegen die Geschicke nun in folgenden Händen: 1. Vorsitzende: Inge Schmidt, 2. Vorsitzender: Eckhardt Kilian, Schriftführerin: Brigitte Settegast, Kassenführerin: Ellen Schwarz, Kassenprüferinnen: Birgit Miller und Ute Wörsdörfer, BeisitzerInnen: Thilo Becker, Richard Jaros, Elke Kohler, Hilde Rösner, Kathrin Schimmelpfenning-Depping, Karl Heinz Weiskopf, Elke Wolters.

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S. Schmidt:
Ergebnis einer neuen Umfrage in Deutschland: 2/3 der Befragten befürworten ein Abschaffung des EEG und ebenfalls 2/3 würden aus Gründen des Umweltschutzes NICHT auf ihr Auto verzichten. Ziemlich Eindeutig, entgegen dem was uns Politik und Medien ständig einreden. Und ein Supergau für die Feinstaubjünger wenn sich bestätigt, was in Würzburg bereits gemessen wurde: Kein Verkehr und dennoch schlechte Luftqualität.
juergen mueller:
Diese "gespielte" Hilfsbereitschaft täuscht nicht darüber hinweg, dass dies alles nur einem Zweck dient - dem Vorspielen von Für- u.Vorsorge - einfach, weil es zum politischen Geschäft dazu gehört. Poltische Vertreter sind auch nur Menschen, die von jeher nur eines im Sinne hatten - DAS eigene WOHLERGEHEN und das Bedürfnis, daraufhin zu arbeiten, nicht in Vergessenheit zu geraten, in der nächsten Wahlperiode wiedergewählt zu werden. Passend in die Kategorie: "Unglaubhaft, Täuschen und Verlogen". Wenn sich eine Fraktionsvorsitzende als gutes Beispiel bezeichnet, dann ist das nur ein Beispiel dafür, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist den Unterschied zwischen "Ehrlichkeit u.Unehrlichkeit" zu erkennen.
juergen mueller:
Herr Bäker - neueste Erkenntnisse haben in Bezug auf Schutzmasken wie auch auf andere Bereiche Hochkonjunktur, der man nicht alles glauben sollte. Ich finde, dass jeder das tun sollte, was er für richtig hält und demzufolge selbstgefertigte Masken anfertigen/tragen sollte, wenn es denn beruhigt. Es liegt mir fern, den Bemühungen, dieser Krise etwas Gutes abzugewinnen u.etwas persönlich dagegen zu tun,negativ gegenüberzutreten.
Jens-Uwe Bäker:
Herr Müller: die einfachen Masken haben nach neuesten Erkenntnissen sowohl einen nennenswerten Schutz der Mitmenschen als auch einen kleinen, aber ebenso wichtigen Eigenschutz. In sofern in der Pflege und Betreuung ein wertvoller Schutz für alle. So bleiben die medizinischen Masken für die Personen, die in den Infektiösen Bereichen tätig sind.
juergen mueller:
Bei all der sicherlich gutgemeinten Hilfsbereitschaft sollte man nicht vergessen, dass diese vermeintlichen "Mundschutzmasken" KEINEN Schutz vor einer Infizierung darstellen, weil maßgebliche Inhalte wie z.B. FILTER oder angepaßte, schlußdichte Formgebung fehlen. Das alles unter stille Helden zu vermerken, entspricht nicht den Tatsachen u.halte es für übertrieben. Diejenigen, die wirklich für uns da sind, Ärzte, Pflegepersonal in Krankenhäusern/Alten- u.Pflegeheimen, caricative Einrichtungen etc.,das sind die denjenigen, die unsere Hochachtung und unseren Respekt verdienen. Wir neigen dazu, uns in Krisenzeiten etwas anzueignen, was uns ohne groß nachzudenken nicht zusteht, ohne darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist oder nicht.
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