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One Billion Rising: Tanzen gegen Gewalt an Frauen

16.01.2019 - 13:27

Der Runde Tisch gegen Gewalt, dem auch die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ahrweiler, Rita Gilles angehört, und viele weitere Institutionen aus dem Kreis rufen auch in diesem Jahr wieder zur Teilnahme an der Aktion „One Billion Rising“ (englisch für „Eine Milliarde erhebt sich“) auf. Dahinter verbirgt sich eine weltweite Kampagne gegen Gewalt an Frauen und für die Gleichstellung der Geschlechter. Mit öffentlichen Tanzvorführungen überall auf der Welt, jedes Jahr am Valentinstag (14. Februar) wollen die Initiatoren der Aktion die Solidarität für Frauen in Gewaltsituationen stärken. Eine Milliarde Menschen - Männer und Frauen - auf der ganzen Welt sollen ein Zeichen setzen. Um 16 Uhr beginnt der sogenannte Flashmob auf dem Platz an der Linde in Bad Neuenahr-Ahrweiler. 2019 steht die Aktion in Deutschland unter dem Motto „Erheben - Bewegen - Leben“.


„Zerbrich die Ketten“


180 Städte und 60.000 Menschen haben nach Angaben von One Billion Rising Deutschland hierzulande im vergangenen Jahr an der Aktion teilgenommen. Auch Bad Neuenahr-Ahrweiler war im vergangenen Jahr zum ersten Mal dabei. Im September 2012 hatte die Künstlerin und Feministin Eve Ensler das Projekt ins Leben gerufen.

Die Hymne zur Kampagne ist der Song „Break the Chain“ – übersetzt „Zerbrich die Ketten“ – der amerikanischen Sängerin und Songwriterin Tena Clark. Sie hat ihn mit verschiedenen Sängern in verschiedenen Sprachen aufgenommen. „Es ist an der Zeit, die Kette zu brechen, oh ja - Die Kette brechen - Tanze, erhebe dich“ heißt es etwa in der deutschen Fassung des Liedtextes.


Zahl der Opfer häuslicher Gewalt steigt


Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein großes Problem. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland statistisch gesehen alle fünf Minuten eine Frau Opfer von Gewalt wird. Frauen werden bedroht, gestalked, verprügelt, psychisch unter Druck gesetzt, sexuell genötigt oder vergewaltigt. Und das nicht selten innerhalb der eigenen vier Wände: Denn die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt steigt, sagt eine Statistik des Bundeskriminalamtes. Waren es 2013 noch 120.000 Fälle, meldeten die Behörden 2017 schon 140.000. Die Dunkelziffer liegt mutmaßlich weit höher. Die Täter sind Ehemänner, Lebensgefährten oder männliche Familienmitglieder.


Termine für die zentralen Tanzproben


Am Freitag, 25. Januar und Freitag, 1. Februar jeweils von 15 bis 17 Uhr haben alle, die am Flashmob teilnehmen möchten, im Mehrgenerationenhaus (MGH), Weststraße 6 in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die Möglichkeit, den Tanz in der Gruppe einzustudieren. Tanztrainerin Dani Celner erklärt die Schritte. Aber auch ohne vorherige Proben kann jede und jeder beim Flashmob mitmachen. Wer zu Hause schon mal üben möchte, findet bei Youtube auf dem Kanal von CentreTalma.Berlin ein Video mit einer Anleitung unter dem Titel „OBR Inklusiv“.


Filmworkshop „Schönheit-was ist das eigentlich?“


Im Zusammenhang mit der Aktion One Billion Rising veranstaltet die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKUJA) der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in Kooperation mit medien.rlp Institut für Medien und Pädagogik am Donnerstag, 31. Januar, einen Filmworkshop für Mädchen zum Thema Schönheitsideale. Der Film beleuchtet den Stellenwert von Schönheitsidealen in der Gesellschaft. Neben einem ausführlichen Filmgespräch lernen die Teilnehmerinnen im Lauf des Workshops, sich selbst wahrzunehmen und wie das Thema Schönheit ihr Leben beeinflusst. Der Workshop beginnt um 16.30 Uhr in den Räumen der OKUJA, Mittelstraße 31, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter Telefon 02641/3969822 oder per E-Mail: hdjbnaw@gmx.de.

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Kommentare
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
Eks feeling:
Eks feeling hahaha das war so schlecht evakuiert mein ganzer Körper juckt danke für garnix
Kai Birkner:
Ehrlich gesagt, halte ich das für Unsinn. Es passiert kontinuierlich etwas. (https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1) Wenn nun der Grenzwert für Stickoxyde der ohne wissenschaftliche Substanz festgelegt wurde und nun (nur in Deutschland) auch noch dilettantisch gemessen wird, zu Fahrverboten führt, führt das nicht zu mehr Verständnis für die berechtigte Forderung nach Umweltschutz, sondern bringt leider immer mehr Menschen dazu auch berechtigte Forderungen in Zweifel zu ziehen. Man sollte diese alberne und unsinnige Debatte um Diesel-Fahrverbote endlich beenden. Das hilft keinem.
Uwe Klasen:
„Der BUND fordert“ .... dabei ist noch nicht einmal in Ansätzen dazu demokratisch Legitimiert, geschweige denn durch den Souverän (Wähler) dazu berufen!
juergen mueller:
BUND fordert - Langner VERSPRICHT (was Zeit braucht) - aber NIX passiert. POLITIK auf - wie immer auf Ab (Irr-Wegen). Auch wenn für Visionen Geld benötigt wird - nicht immer alles Versprechen für sein eigenes Fortkommen, sondern auch einmal daran denken, dass Versprechen, was das immer in der Politik an Wahrheitsgehalt daran von Wert ist, zumindest versuchen, dies einzuhalten ... LANGNER. Sie haben Zeit genug gehabt, Positives auf den Tisch zu legen.
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