Allgemeine Berichte | 02.10.2020

Stimmbildungsseminar des Chorverband Westerwald, Sängergruppe Süd

Stimmliche Weiterentwicklung gefragt im Chorverband Westerwald

Praktische Übungen zum Einsingen mit Sebastian Kunz. Foto: CV Westerwald

Eitelborn. Die Sängergruppe Süd im Chorverband Westerwald hat mit ihrem Angebot der Stimmbildung ins Schwarze getroffen. Auf Grund von Corona konnten nur 45 Teilnehmern am Stimmbildungsseminar in der Augsthalle in Neuhäusel/Eitelborn angenommen werden. Die begehrten Plätze waren aufgrund der Beschränkung der Teilnehmerzahl schnell vergeben und es musste zunächst eine Warteliste angelegt werden. Deshalb konnte, trotz der üblichen Abmeldungen, dann mit der geplanten Sängerschar geprobt werden.

Das Stimmbildungsseminar wurde zusammen mit dem Ausrichter, MGV „Mozart“ Eitelborn, organisiert. Hier galt es zunächst ein Abstands- und Hygienekonzept zu erstellen und alle Vorbereitungen zu treffen, um einen möglichst risikofreien und trotzdem angenehmen Ablauf zu realisieren. Die Augsthalle bot durch ihre Größe und den verfügbaren Nebenräumen gute Voraussetzungen. Es konnte eine gute Dauerlüftung erreicht werden und die Pausen wurden für Stoßlüftungen genutzt. Um eine zusätzliche Sicherheit zu erreichen, wurde die Raumluft permanent mit einem CO2-Messgerät überwacht. Eine Unterweisung in das Hygienekonzept und umfangreiche Beschilderungen und Markierungen wurde der eigentlichen musikalischen Arbeit vorangestellt.

Beim Stimmbildungsseminar ging es vorrangig um das Kennenlernen des eignen „Instruments“ und die ideale Singtechnik für die Sängerinnen und Sänger. Der Vorstand hatte gleich ein hoch qualifiziertes Team zur Umsetzung des Zieles eingeladen. Als musikalischen Gesamtleiter konnte der Limburger Chorleiter Jürgen Faßbender gewonnen werden, der auch den Studiochor übernommen hatte. Katharina Kutsch, Professorin für Gesang und Methodik an der Hochschule für Musik in Freiburg hatte die Stimmbildung für die Sängerinnen übernommen. Die Sänger wurden von Sebastian Kunz - studierter Bariton und Chorleiter – stimmlich unterrichtet.

Das Stimmbildungsseminar wurde zunächst mit einem Referat zur Atmung und Stütze eröffnet. Sebastian Kunz erläuterte die Anatomie und die Vorgänge beim Singen, denn mit diesen Kenntnissen können die Sängerinnen und Sänger ihre Singtechnik verbessern. Beim integrierten Einsingen wurde schon Theorie und Praxis zusammengebracht.

Im Anschluss wurden die Teilnehmer in Kleingruppen, durch individuelle Stimmbildung geschult. Hierbei konnten die Dozenten jeder einzelnen Sängerin und jedem einzelnen Sänger wichtige Tipps geben und durch Übungen die richtige Atmung, Klangbildung und Steuerung der Stimme schulen. Bereits die richtige Haltung beim Singen erleichtert das Singen, hilft, die Töne auf der korrekten Tonhöhe anzusteuern. Letztlich konnten auch Beratungen für das ideale Register, also die Stimmlage im Chor gegeben werden.

Jürgen Faßbender probte parallel mit den Teilnehmern an ausgewählter Literatur, mit dem Schwerpunkt, den richtigen Klang zu entlocken. Dabei stellte er neue Kompositionen vor wie z. B. das „Kyrie“ von Enjott Schneider, bei dem der Chor zu einem eingespielten Walgesang singt. Auch „Das alte Schloss“ von Hermann Rechberger, ein graphisch notierter Chorsatz, bei dem der Chor den Musiktext als Klangbilder realisiert, wurde geprobt und machte dem Studiochor nach anfänglicher Skepsis sichtlich Spaß beim Singen. Natürlich wurde auch an bekannten und beliebten Stücken wie „The Blessing of Aaron“, ein von Walter Rodby harmonisch gesetzter aaronitischer Segen, geprobt. Der Studiochor probte als gemischter Chor in zwei großen Blöcken. Die großen Abstände mit 3 m nach allen Seiten, verlangtem jeder Sängerin und jedem Sänger einiges ab, denn eine Orientierung am Nachbar oder der Nachbarstimme ist nur sehr eingeschränkt möglich. „… das fordert schon mächtig, aber ich lerne meine Stimme besser kennen, weil ich mich alleine durchsetzen muss.“ merkte eine Sängerin aus dem Alt an und eine Sangeskollegin fügte hinzu: „Ich bin froh, überhaupt wieder singen zu können, auch mit den Einschränkungen, denn das fehlte uns allen sehr.“

Jürgen Faßbender bescheinigte dem Chor in seinem abschließenden Statement, ein gutes Engagement und Mut auch neue, ungewohnte Literatur zu singen.

Nach der Mittagspause referierte Prof. Katharina Kutsch zu dem Thema „Ansatzrohr und Resonanzräume“ verbunden mit praktischen Singübungen. Mit ihrer quirligen und mitreißenden konnte sie die Sängerinnen und Sänger voll aktivieren und für den zweiten Block im Studiochor vorbereiten.

Alfred Labonte, Vorsitzende des Chorverband Westerwald und Gruppenvorsitzender, dankte im Abschlussgespräch allen Teilnehmer für ihr Interesse an sängerischer Weiterbildung, dem Engagement und der Disziplin bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes. Er entschuldigte sich bei allen für die „Frische“ aufgrund der notwendigen Lüftung. Sein besonderer Dank ging an den Vorsitzenden des MGV Mozart, Stefan Blath und seinen Helfern, sowie den Sponsoren.

Mit den Worten: „Das Gelingen der Veranstaltung ist ihnen allen und ganz besonders unseren Dozenten zu verdanken. Ich denke wir werden uns gerne wieder an sie wenden, um ähnliche Fortbildungen im Chorverband Westerwald anzubieten. Bleiben sie gesund!“, beschloss Labonte die Veranstaltung.

Praktische Übungen zum Einsingen mit Sebastian Kunz. Foto: CV Westerwald

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