BLICK aktuell sprach mit Bürgermeister Christoph Mohr über wichtige Projekte im Jahr 2023
Bendorf: Bahnhaltepunkt soll innerhalb der nächsten zehn Jahre kommen
Bendorf. Das Jahr ist noch jung und bietet sich so einen idealem Rahmen für einen Vorausblick auf wichtige Prozesse, die in 2023 in Bendorf und seinen Stadtteilen anstehen. Im Gespräch mit BLICK aktuell gab Bürgermeister Christoph Mohr eine Vorschau auf besonders wichtige Ereignisse und Planungen.
Wie so oft steht die Sayner Hütte - als das Bendorfer Wahrzeichen schlechthin - auch in diesem Jahr im Mittelpunkt. Im Mai wird hier das dazugehörige Museum eröffnet, ein Meilenstein in der Entwicklung des geschichtsträchtigen Areals. Die Hoffnung sei groß, dass das Gelände die Attraktivität nachhaltig steigere und entsprechende Besucherzahlen generiere. Mit dem Sayner Mückenfest soll zudem ein Traditionsfest wiederbelebt werden. Auch bei der Sayner Halle tut sich etwas, die bis zu ihrer Schließung im Spätsommer des Jahres 2019 aufgrund baulicher Mängel ein wichtiger Versammlungsort für Vereine aus ganz Bendorf darstellte. Im Dezember 2022 überbrachte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph die gute Nachricht: Insgesamt 3,3 Millionen Euro steuert der Bund an Fördergeldern zur dringend notwendigen Sanierung bei, die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro. Das übrige Viertel trägt die Stadt Bendorf. Bürgermeister Mohr ist glücklich über diese Entwicklung. „Die Sanierung und Wiederinbetriebnahme ist sehr wichtig für das Bendorfer Vereinsleben.“
Spielplätze sollen aufgewertet werden
Auch in Sachen Spielplätze tut sich etwas. „Hier herrscht derzeit ein riesiger Investitionsstau“, erklärt Mohr. „Für die Instandhaltung von Spielplätzen wurden die eingesetzten Haushaltssummen in den letzten Jahren sukzessive auf die Summe von 150.000 Euro erhöht und somit verzehnfacht.“ Dieses Geld soll nun eingesetzt werden: Als nächstes, großes Projekt steht der Austausch von Spielgeräten auf den Spielplätzen sowohl im Stadtpark als auch im Schlosspark an. Ziel ist es, die Plätze aufzuwerten und deren Attraktivität zu steigern. Wie die Spielorte konkret auszusehen haben und welche Spielgeräte es geben soll, wird dabei den Experten für dieses Thema überlassen: Kinder und Jugendliche wurden befragt, wie sie sich ihre „Traum-Spielplätze“ vorstellen. Die Ergebnisse wurden nun gesammelt und werde in einem Workshop besprochen und ausgewertet.
„Mobi-Hub“ auf gutem Weg
Dass es in Bendorf keinen Bahnhaltepunkt für die Rheinstrecke gibt, ist für Christoph Mohr immer noch „ein unhaltbarer Zustand“ und sorgt weiterhin für Kopfschütteln. „Bendorf ist die einzige rechtsrheinische Stadt zwischen Köln und Wiesbaden ohne Bahnhof“, so Mohr. Doch dieser Minuspunkt in Sachen ÖPNV soll schnellstmöglich ausgeglichen werden und die Signale von allen Beteiligten - der Deutschen Bahn sowie den SPNV Nord und dem Bund - seien gut. Ziel sei aber nicht nur eine Haltestelle für die Regionalbahn. Vielmehr soll ein sogenanntes „Mobi-Hub“, also eine Art Mobilitätszentrum mit Fahrradparkhaus, E-Ladestation und mehr entstehen. Einen Ort gäbe dafür ebenfalls: In der Verlängerung der Keltenstraße soll ein solches „Mobi-Hub“ entstehen. Auch einen Zeitplan gibt es schon. „Mittelfristig Ziel ist eine Umsetzung dieses Plans innerhalb der nächsten zehn Jahre“, so Christoph Mohr.
Gute Nahversorgungslage
Ein weiteres großes Projekt ist der Weg zur klimaneutralen Stadt. „Bendorf soll zu zu einem erlebbaren Ort des Klimaschutzes werden“, schildert der Bürgermeister das Ziel. Der Plan, Bendorf zu einer klimafreundlichen Stadt umzubauen werde im Rahmen einer Landesförderung bzw. im Rahmen der Pläne für die Landesgartenschau, unterstützt. Fest stehe ohnehin, dass sich der Charakter der Innenstadt Bendorfs wandeln muss und soll. Derzeit herrsche großer Leerstand und die Annahme, dass inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte wie Metzger und Bäcker in nennenswerter Zahl zurückkehren, sei schlicht utopisch. Es gelte zu prüfen - in enger Abstimmung mit den Immobilienbesitzern - wie die leerstehenden Ladenlokale sinnvoll genutzt werden könnten, zum Beispiel als Wohnraum. Ansonsten sei die Lage in Sachen Nahversorgung gut. Im örtlichen Rewe-Markt werden gerade neu investiert, wie Christoph Mohr erläutert. „Dies ist eine positive Entwicklung“, sagt der Bürgermeister. Weniger gut sähe es aber mit der hausärztlichen Versorgung aus. Viele Praxen schließen, was größtenteils an der Altersstruktur innerhalb der Ärzteschaft läge. Allerdings gäbe es auch schon heute einen Wettbewerb zwischen den Kommunen um die Neugründung von Praxen. In Stromberg hingegen hätte gerade noch ein neuer Arzt niedergelassen, was als positives Zeichen zu werten sei.
Gute Stimmung bei der Wirtschaft
Die Stimmung in der Bendorfer Wirtschaft sei gut, wie Christoph Mohr unterstreicht. Dies habe der Bürgermeister bei seinen Besuchen bei seinem „Adventskalender“ erfahren. Jeden Tag besuchte er dabei eine andere Firma im Stadtgebiet. „Diese Besuche sind immer ein guter Querschnitt“, so Mohr. Dabei stellte sich vor allem heraus, dass die Firma gar nicht an gesunkener Nachfrage leiden. Vielmehr stehen auch die Bendorfer Unternehmen von der derzeit üblichen Probleme wie Fachkräftemangel und unterbrochene Lieferketten. Der allgemeine Wirtschaftsstandort Bendorf verzeichne eine rege Nachfrage. „Es würden sich auch noch weitere Unternehmen ansiedeln“, sagt Christoph Mohr. „Aber dafür fehlt uns in Bendorf die Fläche.“ ROB
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