Politik | 18.05.2020

Grüne zum Universitätsstandort Koblenz

Klares Bekenntnis gefordert

Die Grünen fordern ein klares Bekenntnis zum Universitätsstandort Koblenz.Quelle: Grüne Koblenz

Koblenz. Der Ministerrat hat den Gesetzesentwurf zur Hochschulstrukturreform beschlossen, der eine Verselbstständigung der Universität Koblenz sowie eine Zusammenlegung der Universitätsstandorte Kaiserslautern und Landau vorsieht.

Die Grünen Koblenz begrüßen, dass damit nun der gesetzliche Rahmen für die Umstrukturierung gegeben ist und die Verselbstständigung der Universität Koblenz Wirklichkeit werden kann. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf spricht in seiner Pressemitteilung von der „Hochschulautonomie“: Die Universität solle sich nun ein eigenes Profil in Forschung, Lehre und Transfer geben.

„Darauf freuen wir uns, denn die Universität hat bereits angekündigt, hierbei intensiv mit Stadt, Region und der gesamten Bürgerschaft zusammenzuarbeiten,“ erklärt Ratsmitglied Gordon Gniewosz und kritisiert: „Damit dies aber gelingen kann, müssen die Startbedingungen stimmen. Und diese stimmen derzeit nicht.“

Die Grünen Koblenz sehen in der Finanzierung der Universität Koblenz Lücken und Wagnisse, die die Universität Koblenz am Ende alleine ausbaden könnte, und die ihre Entwicklung stark gefährden könnte. Es besteht die Gefahr, dass die Universität Koblenz mit einer so starken Unterfinanzierung an den Start geht, dass sie die notwendigen Einsparungen aus ihrem ohnehin klammen Etat bezahlen muss, und ihr dann nach wenigen Jahren die Puste ausgeht.

Es geht dabei um mehrere Streitpunkte, vor allem aber um die Transformationskosten und eine nachhaltige Entwicklungsperspektive.

Transformationskosten: Das Land hat einen Etat für die Transformationskosten aller drei Standorte in Höhe von acht Millionen Euro festgelegt. Damit kann aber nur ein Teil der Kosten in Koblenz gedeckt werden. Wir meinen, das Land darf die Universität nicht dafür bezahlen lassen, was es selbst durch die Trennung verursacht hat. Aus Sicht der Grünen müssen daher alle Kosten zu den Transformationskosten zählen, die ursächlich durch die Trennung entstehen. Dazu gehören auch Verwaltung, Studiengänge und die Bibliothek:

„Die Universität Koblenz-Landau hatte viele Aufgaben auf die Standorte verteilt. Durch die Trennung muss die neue Universität Koblenz nun viele Aufgaben übernehmen, die zuvor mit Ressourcen am Standort Landau durchgeführt wurden. Das betrifft ganze Verwaltungseinheiten, Professuren und MitarbeiterInnen sowie den Erhalt von Studiengängen wie der Kunst. Es kann nicht sein, dass die neue Universität Koblenz diese Kosten allein stemmen muss. Wir fordern daher eine vollständige Übernahme aller Transformationskosten einschließlich des Mehraufwands einer eigenständigen Verwaltung, zentraler Einrichtungen und der Universitätsbibliothek“, so Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert vom Thementeam Hochschulstandort Koblenz.

Entwicklungsperspektive: Falls das Land die Kosten der von hier verursachten Trennung selbst tragen sollte, benötigt die neue Universität Koblenz immer noch einen Aufwuchs, um sich eine eigene Entwicklungsperspektive aufzubauen:

„Damit die Universität zukunftsfähig ist, benötigt sie eine universitäre Stellenstruktur mit Forschungsperspektiven im akademischen Mittelbau und in der Nachwuchsförderung – weg von den Hochdeputatsstellen und hin zu mehr Qualifikationsstellen. Dies muss Teil eines Aufwuchsprogramms des Landes für die Universität Koblenz werden. Dazu benötigt die Universität Koblenz allerdings deutlich mehr Stellen, und dies geht nicht ohne Mehrausgaben“, so Vorstandsmitglied Dr. Regula Krapf.

Die Grünen Koblenz fragen deshalb: Wurde beim Ausbau der neuen Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität im Süden das nördliche Rheinland-Pfalz vergessen?

„Wir fordern vom Ministerium ein klares Bekenntnis zum Universitätsstandort Koblenz und zu ihren Stärken wie der Lehrkräftebildung, den Forschungsbereichen Bildung, Informatik, Kultur und Vermittlung sowie Material und Umwelt. Die Universität benötigt einen Aufwuchs, beispielsweise durch die Ausweitung des Fächerspektrums im Lehramt oder die Einrichtung eines weiteren Fachbereichs“, so die Kreissprecherin Alina Welser.

Die Grünen Koblenz fordern:

– klares Bekenntnis des Landes zu einem nachhaltigen Universitätsstandort Koblenz.

– Übernahme aller Kosten, die durch die vom Land verursachte Trennung entstehen, auch für Verwaltung, Studiengänge und Bibliothek.

– Zusage einer Entwicklungsperspektive und eines finanziellen Aufwuchses wie von den Grünen Koblenz am 17. Februar bereits gefordert. Pressemitteilung der

Grünen Koblenz

Die Grünen fordern ein klares Bekenntnis zum Universitätsstandort Koblenz.Quelle: Grüne Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige KW 15
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Wohnträume
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Rückseite
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Mark Geimer Foto: privat
891

Parteiloser Bewerber setzte sich gegen Volker Risse (CDU) durch

Bürgermeisterwahl in Bad Hönningen: Mark Geimer (parteilos) macht das Rennen

Bad Hönningen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Hönningen haben gewählt: Mark Geimer ist neuer Stadtchef. Der parteilose Kandidat setzte sich mit 62,5 Prozent der Stimmen gegen seinen christdemokratischen Konkurrenten Volker Risse (37,5 Prozent) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,6 Prozent. BA

Weiterlesen

Die Koblenzer Innenstadt bietet an drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm. Foto: SCH
80

Koblenz. Der Koblenzer Frühling ist zurück! Am zweiten April-Wochenende hat die Stadt am Deutschen Eck ihre Besucher ganz im Zeichen der wärmeren Jahreszeit begrüßt. Der Winter ist Schnee von gestern und überall grünt und blüht es. Die Blumenbeete sind neu bepflanzt, Tulpen und Narzissen blühen auf großen Flächen und es duftet nach frisch gemähtem Rasen.

Weiterlesen

Hausmeister, bis auf Widerruf
Jörg Schweiss
Mitarbeiter IT-Administrator
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeige Lagerverkauf
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Rückseite