HV Vallendar
Heimsieg gegen Nieder-Olm
Vallendar. Die Sorgenfalten auf der Stirn von Wolfgang Reckenthäler wurden vor dem wichtigen Heimspiel gegen den TV Nieder-Olm immer tiefer. Der Coach des HVV musste gleich auf 6 Spieler verzichten, unter der Woche fielen einige Akteure zudem erkrankt aus. Die Langzeitverletzten Merlin Busse und Kalani Schmidt fehlten sicher. Zudem meldete sich Tin Orelj aufgrund der zu hohen Belastung der Arbeit ab und wird auch in Zukunft nicht mehr für die Löwen auflaufen. Torben Waldgenbach war mit der HSG Wetzlar unterwegs, Kilian Graulich beruflich verhindert und Stefan Baldus musste mit einer Angina das Bett hüten. Keine guten Vorzeichen also, wollte man das Unentschieden der Vorwoche bei Schlusslicht Osthofen doch unbedingt vergessen machen und die Heimstärke einmal mehr unter Beweis stellen. Kurzfristig zog Wolfgang Reckenthäler mit seinem Sohn Andreas ein Ass aus dem Ärmel.
Schwierige Personallage
Wolfgang Reckenthäler: „Die Personallage wurde immer bedrohlicher, mittlerweile haben wir ja fast mehr Torhüter als Feldspieler. Wir mussten handeln und hatten einige Optionen in der Hinterhand. Da habe ich kurzerhand Andreas angerufen und ihn gebeten, uns zu helfen - zumindest so lange bis Merlin Busse wieder spielen kann. Er hat direkt zugesagt und konnte am Samstag auflaufen. Er kennt die Jungs und unsere Abläufe bestens, die Jungs freuen sich immer Andy zu sehen, von daher passt es einfach.“ Und tatsächlich stand Andreas Reckenthäler dann auch in der Startformation, spielte im Angriff auf der Mitte und dirigierte das Spiel der Vallendarer mit Bedacht. Die Löwen fanden allerdings zunächst etwas schleppend in die Begegnung, leisteten sich im Angriff entschieden zu viele Fehlwürfe und machten so die hoch motivierten Gäste aus Rheinhessen stark. Schließlich schüttelten die Hausherren die Anfangsnervosität ab und gingen in Führung. Angeführt vom überragenden Lukas Hertz erspielte sich der HVV eine zwischenzeitliche 10:6-Führung. Doch von da an nahmen wieder die Gäste das Heft in die Hand. Vor allem der Ex-Vallendarer Gerrit Wamser zeigte sich an diesem Abend treffsicher und brachte seine Farben wieder in Front. Beim Stand von 11:12 aus Vallendarer Sicht ging es in die Pause. Trainer Reckenthäler bemängelte die fehlende Konsequenz im Torabschluss, immer wieder waren seine Mannen am starken Schlussmann der Gäste gescheitert. Auch in der Abwehr sollte seine dezimierte Truppe mit mehr Biss in den Zweikämpfen agieren.
Spannung bis zum Schluss
Nach dem Seitenwechsel ging der HVV direkt in Führung, vor allem Kreisläufer Oliver Lohner konnte immer wieder angespielt werden. Die Anspiele nutzte der Kapitän zu sicheren Toren und erkämpfte sich zudem diverse Strafwürfe. Beide Mannschaften wirkten zusehends müde, geschuldet der dünnen Personaldecken. Das Spiel war fortan geprägt von Kampfgeist und Wille, keiner der Kontrahenten konnte sich entscheidend absetzen. Kurz vor dem Ende ging der HVV mit zwei Treffern in Front, der Sieg schien zum Greifen nah. Doch erneut gelang den Rheinhessen der Anschluss und Vallendar musste weiter zittern. Knapp anderthalb Minuten vor dem Ende nahm Reckenthäler seine letzte Auszeit, um sein Team zu formieren. Der angesagte Spielzug verpuffte allerdings und die Löwen gerieten ins Zeitspiel. Mit gut 25 Sekunden auf der Uhr wurde dem TVNO ein letzter Ballbesitz zugesprochen, der doppelte Punktgewinn hing am seidenen Faden. Die Rheinhessen versuchten alles, doch der letzte Wurfversuch landete im Vallendarer Innenblock. Dann war das Spiel vorbei und die Löwen konnten einen wichtigen Heimsieg feiern.
Weiter in der Spitzentruppe
Tim Meder: „So richtig freuen konnte ich mich zunächst nicht, wir haben weit unter unseren Möglichkeiten gespielt und zu viele Fehler gemacht. Nieder-Olm hat uns einen echten Fight geliefert, die hatten nichts zu verlieren, weil sie selbst nur einen kleinen Kader haben. Das Spiel war spannend und von Kampf geprägt, für das Auge war heute nicht ganz so viel dabei. Doch im Laufe des Abends muss man froh sein, wir haben im Moment einfach nicht genügend Spieler, um an die Leistungen der ersten Spiele anzuknüpfen. Dennoch stehen wir weiterhin in der Spitzengruppe der Liga. Nächste Woche versuchen wir uns gut für das Derby in Mülheim zu erholen. Auf dieses Spiel warten wir alle seit Wochen und freuen uns auf eine volle Halle.“
Andreas Reckenthäler: „Es hat extrem viel Spaß gemacht, für meinen Heimatverein auf der Platte zu stehen. Als mein Vater mich anrief, musste ich nicht lange überlegen. Ich habe viel Kontakt zu den Jungs und helfe so gut ich kann. Ich musste dann doch mehr spielen, als ich dachte, die nächsten Tage tun mir ganz sicher die Knochen weh. Wie lange ich aushelfe, wird man sehen, ich hoffe allerdings, dass Merlin schnell wieder fit ist. Ob ich auch am Freitag gegen Mülheim dabei bin, kann ich noch nicht sagen, das wird sich kommende Woche entscheiden. Es juckt mir schon in den Fingern, so ein Spiel ist immer was Besonderes und ich habe viele Erinnerungen an tolle Derbys.“
Nächstes Spiel gegen TV 05 Mülheim
In der Tat ist es am kommenden Freitag, 18. November um 19 Uhr 30 endlich soweit: TV 05 Mülheim gegen den HV Vallendar. Damit ist eigentlich auch schon alles gesagt, denn was einen in diesem prestigeträchtigen Spiel erwartet, weiß eigentlich jeder. Alle Fans werden schon jetzt gebeten, am Freitag frühzeitig nach Mülheim-Kärlich anzureisen, um lange Warteschlangen an den Kassen zu vermeiden. Es spielten für den HVV: Burgard, S. Stein und Schenk (alle im Tor), Hertz (13/4), Lohner (4), Reckenthäler (3), Woods (1), Meder (1), Offermann (1), D. Stein, Jackmuth, Schleier.
Der HVV bleibt durch den Heimsieg auf dem vierten Tabellenplatz.
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