Einrichtung einer Beobachtungszone im nordwestlichen Kreisteil erforderlich
Geflügelpest erreicht den Westerwaldkreis
Westerwaldkreis. Die Zahl der gemeldeten Ausbrüche der hochansteckenden Aviären Influenza (Geflügelpest) bei gehaltenem Geflügel steigt in Deutschland stetig an. So verzeichnete das Friedrich-Loeffler-Institut im Oktober insgesamt 24 Ausbrüche bei gehaltenem Geflügel in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Aus einer infizierten Geflügelhaltung im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen wurden kürzlich einzelne Tiere in mehrere kleinere Geflügelhaltungen im Westerwaldkreis und dem Kreis Altenkirchen zugekauft. Dadurch kam es am 07. November im Westerwaldkreis zum ersten bestätigten Ausbruch der Geflügelpest in einem Hausgeflügelbestand. Nach Durchführung einer Risikoanalyse und Seuchenbekämpfungsmaßnahmen besteht laut dem amtstierärztlichen Dienst der Kreisverwaltung aus der aktuell betroffenen Geflügelhaltung kein Risiko einer Weiterschleppung der Geflügelpest. Aus diesem Grund wurde vorerst auf die Einrichtung einer Sperrzone im Zusammenhang mit diesem Ausbruch verzichtet. Allerdings ist die Einrichtung einer Beobachtungszone in Teilen der Gemeinde Stein-Wingert und Mörsbach, im dortigen Hachenburger Forst, aufgrund eines Ausbruchs im Rhein-Sieg-Kreis erforderlich. Dies regelt eine entsprechende Allgemeinverfügung, welche von der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises erlassen wurde. Derzeit geht das Friedrich-Loeffler-Institut von einem hohen Eintragsrisiko durch Verschleppung des Virus zwischen Haltungen innerhalb Deutschlands und Europas aus. Auch steigt das Risiko der Ausbreitung der Geflügelpest durch Wildvögel ständig, da der herbstliche Wasservogelzug im vollen Gang ist und die Westerwälder Seenplatte, die Krombachtalsperre und der Wiesensee Rast- und Ruheplätze sind. Für eine Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest sind alle Geflügelarten aber auch viele Ziervögel und Wildvogelarten hochempfänglich. Besonders bei Hühnern und Puten beträgt die Inkubationszeit Stunden bis wenige Tage, die Sterblichkeit ist extrem hoch. Wasservögel erkranken häufig weniger schwer, scheiden aber trotzdem das Virus aus und können wiederum andere Tiere anstecken. Für Menschen besteht ein geringes Risiko, sich mit dem Erreger der Geflügelpest anzustecken, auch wenn eine Übertragung laut Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz bisher nicht bekannt ist. Da Influenzaviren hitzeempfindlich, wird empfohlen, Eier und Geflügelfleisch durchzugaren.
Die Veterinärverwaltung des Westerwaldkreises rät dennoch zu erhöhter Wachsamkeit. Es gilt die allgemein empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen für Geflügel- und Vogelhaltungen strikt einzuhalten. Dies gilt besonders für Geflügel in Auslauf- und Freilandhaltungen:
- Schützen Sie Ihr Geflügel so gut es geht vor Kontakt mit Wildvögeln. Direkter oder indirekter Kontakt mit infizierten Wildvögeln stellt die größte Ansteckungsgefahr für Vögel dar.
- Trennen Sie strikt zwischen Stall- und Straßenkleidung. Betreten Sie Ihren Stall oder Auslauf nur mit stallspezifischem Schuhwerk. Tragen Sie Schutz- bzw. Stallkleidung, die regelmäßig bei mindestens 60°C gewaschen werden sollte. Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig die Stallschuhe.
- Waschen Sie sich vor Betreten und nach Verlassen des Stalls/Auslaufs die Hände mit Wasser und Seife. Benutzen Sie eine Desinfektionswanne am Stalleingang jedes Mal beim Betreten und Verlassen des Stalls zur Desinfektion der Schuhe
- Futter, Wasser, Einstreu und Gegenstände, die mit Geflügel in Kontakt kommen, sollten so aufbewahrt werden, dass sie für Wildvögel unzugänglich sind.
- Füttern Sie Ihr Geflügel nur im Stall.
- Tränken Sie ihr Geflügel nur mit Leitungswasser und benutzen Sie kein Regen- oder Oberflächenwasser zum Tränken.
- Der Zugang zu Ihrer Geflügelhaltung sollte gegen unbefugtes Betreten gesichert sein.
- Reinigen und desinfizieren Sie Fahrzeuge und Gerätschaften nach jeder Ein- oder Ausstallung bzw. nach jedem Geflügeltransport.
- Führen Sie regelmäßig Schadnagerbekämpfungen durch.
Außerdem bittet das Veterinärverwaltung, folgende Hinweise zu beachten:
- Wer Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel hält, hat dies der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises anzuzeigen, sofern noch nicht geschehen.
- Eine erhöhte Sterblichkeit oder neurologische Symptome (Apathie, Kopfdrehen, Gleichgewichtsstörungen), Rückgang der Legeleistung sind dem amtstierärztlichen Dienst anzuzeigen.
- Auffälliges Verhalten und Totfunde bei Wildvögeln sollten dem amtstierärztlichen Dienst gemeldet werden.
Bei Fragen können sich Geflügel- und Vogelhalter an den amtstierärztlichen Dienst der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises (Email: tiergesundheit@westerwaldkreis.de, Tel. 02602 124-555) wenden.
Auf der Homepage des Friedrich-Loeffler-Instituts finden Sie weitergehende Informationen zur Geflügelpest unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/.
Die Allgemeinverfügung zur Einrichtung einer Beobachtungsszone in der Gemeinde Stein-Wingert und Mörsbach, im dortigen Hachenburger Forst, kann auf der Homepage des Westerwaldkreises unter www.westerwaldkreis.de eingesehen werden.
Pressemitteilung Kreisverwaltung des Westerwaldkreises
Artikel melden
Ahrtal-Flut: Klageerzwingungsantrag gegen ehemaligen Landrat nicht zulässig
- Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
- Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
Vermisste Frau aus dem Kreis Ahrweiler ist Opfer eines Tötungsdelikts
- Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
Wir bringen Berufskraftfahrer schneller in den Job
- Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
Ringrocker sollten sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen:
Rock am Ring 2026: Heißer Tipp abseits der Bühnen!
Nürburgring. Pünktlich zu Rock am Ring 2026 erwartet die Festivalbesucher eine besondere Überraschung: Die US-Rockband Linkin Park bringt eine zeitlich begrenzte Sonderausstellung exklusiv an den Nürburgring. Die Ausstellung gewährt seltene Einblicke in die Geschichte einer der erfolgreichsten Rockbands der vergangenen Jahrzehnte und präsentiert zahlreiche Originalstücke aus verschiedenen Schaffensphasen der Gruppe.
Weiterlesen
Die 4. Klassen auf Zeitreise zur Ehrenburg
Ritter, Burgen und spannende Abenteuer
Rheinbrohl. Zum krönenden Abschluss ihrer Grundschulzeit unternahmen die 4. Klassen einen ganz besonderen Ausflug zur Ehrenburg. Passend zum Unterrichtsthema „Ritter und Burgen“ tauchten die Kinder dort tief in das Leben des Mittelalters ein und erlebten einen aufregenden Tag voller Spiel, Spannung und Geschichte.
Weiterlesen
Verkehrssicherheit für die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl
Sicher unterwegs mit ADACUS
Rheinbrohl. Wie verhalte ich mich richtig an einer Straße? Worauf muss ich beim Überqueren einer Fahrbahn achten? Und warum ist Aufmerksamkeit im Straßenverkehr so wichtig? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl im Rahmen des ADACUS-Verkehrssicherheitsprogramms der ADAC Stiftung.
Weiterlesen
