Blaulicht | 27.09.2023, 15:11 Uhr

In Rheinland-Pfalz wurden im letzten Jahr 56 Geldautomaten gesprengt, in diesem Jahr gab es bisher 39 Fälle

Bundesweite Kontrollen im Kampf gegen Geldautomatensprengungen

Symbolbild. Foto: ROB
99

Rheinland-Pfalz. Eine großangelegte, bundesweite Verkehrskontrolle zur Eindämmung des Kriminalitätsphänomens „Geldautomatensprengungen“ fand seinen Abschluss in den frühen Morgenstunden, des 27. Septembers, wie das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz mitteilte. Unter der Koordination der spezialisierten Task Force des LKA Niedersachsen schlossen sich mehrere Bundesländer und die Bundespolizei an dieser dritten Fahndungs- und Kontrollaktion an.

Seit dem 24. September waren mobile Polizeistreifen und zivile Einsatzkräfte in besonders gefährdeten Gebieten tätig. Das Ergebnis war eindrucksvoll: Über 8.000 Fahrzeuge wurden bundesweit kontrolliert, 77 Personen festgenommen – allerdings nicht in direktem Zusammenhang mit Geldautomatensprengungen. Die Festnahmen betrafen unter anderem Einbrüche und illegalen Aufenthalt. Zudem wurden 239 Strafanzeigen gestellt und 197 Ermittlungsverfahren eingeleitet, überwiegend wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Aufenthaltsgesetz sowie wegen Schleusungen und Verkehrsvergehen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In diesem Jahr verzeichnete das BKA bundesweit 496 Geldautomatensprengungen. Auch Rheinland-Pfalz bleibt von dem Phänomen nicht verschont. In diesem Bundesland wurden im vergangenen Jahr 56 Geldautomaten gesprengt und in diesem Jahr sind es bereits 39 Fälle.

Michael Ebling, der Innenminister von Rheinland-Pfalz, äußerte sich besorgt über die Rücksichtslosigkeit der Täter und betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit den Dachverbänden der Banken im Land, um weitere Angriffe zu verhindern. An den Kontrollen in Rheinland-Pfalz waren insgesamt 222 Polizei-Einsatzkräfte beteiligt, die 514 Fahrzeuge und 687 Personen überprüften.

Mario Germano, Präsident des LKA, hob die Dringlichkeit der Bekämpfung dieses Phänomens hervor. Vor allem der Einsatz von Festsprengstoffen stelle eine potenzielle Gefahr für Unbeteiligte dar. Deshalb würden präventive und repressive Maßnahmen gleichermaßen ergriffen. BA

Symbolbild. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Kokubu - 14.01.27
Dauerauftrag
Titelanzeige Remagen
Goldener Werbeherbst
Titel-Anzeige
Stellenanzeige ZFA
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
977

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1077

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
412

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen