Jahresempfang Wirtschaftsrat Deutschland und Deutscher Arbeitgeberverband
Physiker und Kabarettist Vince Ebert spricht über Lösungen zum Klimawandel mit Humor und Weitblick
Koblenz. „Aus Sorge um unsere Zukunft haben wir begonnen, Kernkraftwerke abzuschalten und wollen schnell auch auf Kohle verzichten. Wir träumen davon, mit Elektroautos und erneuerbaren Energien den Planeten zu retten. Doch schlagartig realisieren wir, dass wir uns mit unserer Konzentration auf die Energiewende abhängig gemacht haben von einem Diktator, an dessen Gaslieferungen wir hängen, wie ein Junkie an der Nadel“, schreibt Vince Ebert in seinem Bestseller ‚Lichtblick statt Blackout‘. In seiner Keynote zum Jahresempfang des Wirtschaftsrats Deutschland; Landesverband Rheinland-Pfalz und des Deutschen Arbeitgeberverbands am Hauptsitz der Debeka-Gruppe in Koblenz konzentriert er sich auf Lösungen zum Klimawandel. „Wer glaubt, die ganze Welt retten zu müssen, der wird sich übernehmen. Aber es gibt Ideen, um sie Stückchen für Stückchen besser zu machen“, sagt er. Eigentlich hätte Putins Invasion uns rationaler machen müssen, so der Physiker und fragt: „Wieviel Strom können wir aus erneuerbaren Energien maximal speichern, wenn wir eine Dunkelflaute überbrücken wollen? Antwort: 40 Gigawattstunden. Und die reichen für 40 Minuten. 40 Minuten für eine große Volkswirtschaft wie Deutschland – das ist nahezu nichts.“ Also: „Raus aus dem ökologischen Tunnelblick“, fordert Ebert. Wir müssten viel mehr erfinden und entwickeln statt verzichten und verbieten. „Die derzeitige Politik setzt keine Rahmenbedingungen für eine innovative Haltung. Sie schaue nur auf Wind und Sonne“, sagt Ebert. Der Weg bis 2050 schon jetzt fixiert? Macht das Sinn? Klare Ansagen des Physikers unisono mit den Gästen: „Wir müssen unsere Forscher und Entwickler machen lassen. Wenn wir unsere Kernkraftwerke abschalten, verzichten wir auf die beste Energie, mit der wir CO2-Emissionen senken können.“
Die CO2-Emissionen und die Energiepreise, sagt Moderator Björn Peters im Gespräch mit Vince Ebert und fragt nach neuen Wegen. Ebert stellt fest: „Wir brauchen mehr Menschen in verantwortlichen Positionen, die aufstehen und die Debatte führen. Klimaschutz ist verhandelbar. Es gibt mehrere Möglichkeiten.“ Dazu wünscht sich der Bestsellerautor eine stärkere Trennung von Fakten und Meinungen. Ganz so allein steht damit jedenfalls nicht, denn sein Buch belegt seit sechs Monaten Platz zwei der Spiegel-Bestsellerliste. Wie sagt der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrats Rheinland-Pfalz und CEO der Debeka-Versicherungsgruppe Thomas Brahm eingangs mit einem Zitat von Ludwig Erhard: „Das erfolgversprechendste Mittel zur Erreichung und Sicherung jeden Wohlstands ist der Wettbewerb.“
Pressemitteilung der
Landesgeschäftsstelle des
Wirtschaftsrates der CDU e.V.
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